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Donnerstag

19

September 2013

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Systemkameras – Fluch oder Segen?

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Nikon Systemkamera

Wenn man sich mit den aktuellen Trends der Fotografie auseinandersetzt, so fällt einem auf, dass seit ca. 2 Jahren mehr und mehr Systemkameras auf den Markt von nahezu allen wichtigen Herstellern auf den Markt drängen. Dabei versprechen viele der Hersteller die gleichen Vorteile einer digitalen Spiegelreflex-Kamera, bei geringerer Größe und bei geringerem Gewicht. Doch was macht eine Spiegelreflex-Kamera im Vergleich zu klassischen Digitalkameras aus?
Besonders entscheidend ist neben der höheren Schnelligkeit, schnelleren Autofokus, manuellem Fokus, ISO-Einstellungen und einigen anderen Vorteilen wie dem höheren Gewicht (dies führt zu erhöhter Stabilität beim Fotografieren), die Möglichkeit, Objektive auszutauschen und damit auch bessere Bildqualitäten zu erreichen, denn die digitalen Zoom-Angaben interpolieren lediglich das Foto und verschlechtern die Bildqualität deutlich. Interpolieren bedeutet vereinfacht gesagt, dass aus einem echten Farbpunkt in einem Foto z.b. 2, 4, 8 oder mehr Farbpunkte gemacht werden, was dadurch erreicht wird, dass Mischfarben für diese neuen Farbpunkte automatisch generiert werden.

Mit dieser kurzen Einführung haben wir eigentlich bereits die Vorteile von Systemkameras angesprochen, wollen aber nicht unerwähnt lassen, dass Systemkameras bereits in der analogen Fotografie verwendet wurden. Die von der Industrie sehr unpräzise verwendete Bezeichnung bedeutet eigentlich nur, dass es sich meist um eine spiegellose Kamera handelt, bei der Einzelteile austauschbar / auswechselbar sind und dadurch wie bei einem System modular aufgebaut sind.
Systemkameras sind aufgrund Ihrer einfacheren Bauweise und der kleineren Maße oftmals günstiger als Spiegelreflex-Kameras mit großen Kamerabodies. Selbst die meisten Wechselobjektive sind deutlich günstiger als die von professionellen DSLR Kameras.
Durch das geringere Format und Gewicht der Systemkameras eignen sie sich noch eher als perfekter Urlaubsbegleiter sowie als unauffälligere Alltagskamera, als dies die meisten DSLR Kameras sein können.

Wie funktionieren Systemkameras im Vergleich zu DSLR Kameras

Systemkameras haben in der heutigen Zeit primär keinen Spiegel mehr, welcher mechanisch umgeklappt werden muss. Dadurch sind diese Kameras alleine schon im Vergleich zu den digitalen Spiegelreflex-Kameras deutlich leiser. Die Belichtung erfolgt hier einzig und alleine durch eine Aktivierung des CCD-Sensors für eine bestimmte Zeit (die Belichtungszeit) in der er die Bildinformationen aufnimmt. Bei den digitalen / analogen Spiegelreflex-Kameras erfolgt die Belichtung durch einfaches Umklappen des Spiegels.

Wie sieht es mit der Bildqualität aus?

Systemkameras machen alleine durch die echte Optik deutlich bessere Fotos als die klassischen Digitalkameras. Verglichen mit Spiegelreflex-Kameras und deren größeren Bauweise finden jedoch nur kleinere CCD-Sensoren in der Kamera Platz, sodass hier die Bildqualität im direkten Vergleich deutlich leidet. Die Hersteller müssen hier auf einem kleineren Chip deutlich mehr Bildinformationen erfassen als z.B. bei aktuellen professionellen DSLR-Kameras, sodass die Genauigkeit der Farbwiedergabe und Schärfe darunter leiden kann.

Empfehlung

Unserer Ansicht nach ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Kamera zu informieren und sich selbst darüber Gedanken zu machen, für was man eine Kamera benötigt.
Ist man auf der Suche nach einer perfekten Urlaubskamera für hervorragende Bilder und der Möglichkeit durch 1 – 2 Zusatzobjektive mit geringem Gewicht die perfekte Kamera für unterwegs zu haben, so würde unsere Wahl eindeutig auf eine Systemkamera fallen.
Wenn man mehr das Mechanische liebt, und einem eine größere Kamera alleine vom Handling her schon lieber ist, man eine Vielzahl an Objektiven benötigt, vielleicht sogar schon besitzt, so ist eine DSLR Kamera die erste Wahl. Auch wenn Sie sich über Jahre hinaus mit Ihrem Hobby beschäftigen wollen und sich keine Einstellungsmöglichkeit nehmen lassen wollen, ist eine professionelle, eventuell sogar eine Vollformat DSLR die richtige Wahl.

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