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Montag

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März 2012

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Pinhole Fotografie – Fotografie mit einer Lochkamera

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Eine Kamera ist ein wundervolles Instrument mit dem sich aussagekräftige und besondere, eindrucksvolle Fotos machen lassen. Eine Kamera ist aber immer nur so gut wie der Fotograf oder die Fotografin dahinter. Gute Fotografen besitzen viel Fachwissen, kennen die Technik und Möglichkeiten Ihrer Kameras. Daher braucht man nicht unbedingt ein high-end equipment um besondere Fotos aufzunehmen.

Eine Pinhole Camera oder auf Deutsch, Lochkamera, ist eine sehr rudimentäre Kamera ohne Lise mit einer einzigen, festen kleinen Blende. Tatsächlich handelt es sich um eine lichtdichte Box mit einem kleinen Loch auf einer Seite. Dabei tritt vom Prinzip her durch das Loch Licht in die Lochkamera ein und wird auf den Kopf gedreht auf der anderen Seite durch einen Träger „aufgenommen“. Eine Lochkamera kann man sehr einfach selbst herstellen, sei es mit einer einfachen Streichholzschachtel, etwas Papier, Panzertape, etc..

Die erste „Kamera“ war eine Lochkamera

Die erste Kamera, die camera obscura, war vom Prinzip her eine Lochkamera. Der Unterschied jedoch war, dass man einen ganzen Raum verwendete, der keine Fenster hatte, sondern nur an einer Stelle ein winziges Loch in der Wand durch das das Motiv auf den Kopf gedreht auf der gegenüberliegenden Wand projiziert worden ist und anschließend abgemalt, bzw. abgezeichnet worden ist. In Mühlheim an der Ruhr steht die größte Camera Obscura Ihrer Art und kann noch heute besichtigt werden. Im Laufe der Zeit wurde die Camera Obscura immer kleiner und nach und nach auch mit festen Linsen versehen. Eine Lochkamera ist jedoch immer eine Kamera ohne eingebauter Linse.

Rechts seht Ihr eine frühe Skizze einer Camera Obscura (publiziert unter wikimedia commons Lizenz), eine militärische Skizze aus dem 17 Jahrhundert, vermutlich aus Italien.

Wie man mit einer Lochkamera fotografiert

Nun zu dem etwas praktischeren Teil unseres Beitrages: Das Fotografieren mit einer Lochkamera ist etwas zeitaufwändiger, aber auch einfacher als mit einer herkömmlichen Kamera. Wichtig zu wissen ist, dass die Belichtungszeiten bei einer Lochkamera deutlich länger sind, als bei einer digitalen Kamera. Dies liegt an dem sehr kleinen Loch das sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Film befindet. Leider können wir Euch hier keinen Richtwert angeben, da die Belichtungszeit je nach Kamera und Film / Fotopapier unterschiedlich ist. Eine Größe ist die ISO-Zahl des Filmes, sowie der Durchmesser des „Pinholes“ Eurer Lochkamera. Eine Langzeitbelichtung erfordert selbstverständlich auch immer einen festen Untergrund oder ein Stativ um ein scharfes Bildergebnis zu erreichen.

Sehenswerte Pinhole Fotografien

Hier findet Ihr ein einige, wirklich sehenswerte Pinhole Fotografien.

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