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Dienstag

24

Mai 2011

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LDR vs HDR – Luminance HDR Software

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Unterschied zwischen HDR und LDR

Die Abkürzung HDR steht für „High Dynamic Range“ und damit für Fotos, die einen hohen Dynamikumfang aufweisen, LDR steht für „Low Dynamic Range“ steht für Fotos mit niedrigerem Dynamikumfang. In letzter Zeit hat es sich mehr und mehr etabliert, dass viele Fotografen Fotos mit zu extremen HDR-typischen Effekten gemacht haben. Diesem Trend wirkt LDR entgegen, denn hier geht es um den eigentlichen Sinn des HDR – den natürlichen Ausgleich von unterschiedlichen Helligkeitsstufen in einem Foto um einen normal wirkenden Dynamikumfang eines Fotos zu erreichen.

Tutorialdaten zum Download

picturelacross.com stellt Test-Dateien in einer Zip-Datei zum Download (ca. 20MB) zur Verfügung, mit denen Ihr Programme selbst testen könnt, wenn Ihr bislang noch keine Belichtungsreihen selbst aufnehmen konntet.
Die Software Luminance HDR die wir hier testen wollen, findet Ihr kostenlos als Open Source Software für Linux, Mac und Windows hier zum Download.

Luminance HDR Software

Die Open Source Software Luminance HDR kann problemlos auf einem 32 bit und 64 bit System installiert werden. Positiv fällt hier gleich auf, dass in die Software bereits eine deutsche Übersetzung integriert ist, sodass man auch, wenn man Englisch nicht beherrscht, ohne Weiteres die Software verwenden kann. Die Installation nimmt etwa 60 MB Speicherplatz auf dem Rechner in Anspruch.

Startet man nach der Installation das Programm, kann man gleich mit dem „Assistent“ zur Erstellung eines neuen HDR-Fotos beginnen. Hierbei lädt man im ersten Schritt die Quellbilder einer Belichtungsreihe in den Assistent. Dies ist so selbsterklärend, dass jeder damit gut zurecht kommen sollte. Hat man in unserem Fall mit dem Bild der kleinen Burg 7 Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen angelegt, so sieht man diese gut in der Übersicht dargestellt (siehe Abbildung links).
Hier sollte man das Feld „Bilder automatisch ausrichten“ zur Sicherheit aktiviert lassen, wenn man sich nicht sicher ist, ob die Fotos wirklich zu 100% übereinander liegen.  Das Programm beginnt die überlagerten Bilder zu berechnen, was einige Zeit dauert, was aber auch daran liegen kann, dass die Software eigentlich für 32 bit Systeme programmiert worden ist.

Geht man nun im Prozess weiter, erhält man auf Anhieb ein gutes, ausgeglichenes HDR Foto, eigentlich mehr ein LDR Foto, ohne dass man noch viel daran verändern muss, wie Ihr im Foto rechts gut erkennen könnt.

Eventuell könnte man das Foto noch um eine 2/3 Blende heller machen, aber viel würde ich daran nicht mehr ändern um ein ausgeglichenes LDR-Foto zu erhalten. In Lightroom würde ich zudem für stärkeren Kontrast noch etwas Schwarz mit ins Foto bringen.

Was kann die Software noch?

Neben der guten und einfachen Erstellung von LDR Fotos, kann sie ebenfalls die typischen HDR-Aufnahmen anhand einiger voreingestellert Filtermodi erzeugen. Hierzu müsst Ihr im Menü der Software oben in der Mitte auf den Button „Dynamikkompression auf HDR-Bild anwenden“ klicken.
Es öffnet sich ein weiteres Fenster, in dessen linker Menüleiste Ihr die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Software findet.
Hier macht es auch Sinn, die Software einfach mal mit allen Einstellungen auszuprobieren. Besonders positiv fällt mir hier auf, dass man eigene Voreinstellungen gut für die weitere Verwendung abspeichern kann. Als etwas unpraktisch empfinde ich, dass sich die Vorschau des Fotos nicht automatisch aktualisiert. Dafür muss man ganz klar sagen, dass die Software kostenlos und Open Source ist und die Ergebnisse auf Anhieb wirklich überzeugen. Damit Ihr seht, wie ein HDR typischeres Foto aussehen kann, findet Ihr links wieder ein Foto mit der Einstellung „mantiuk06“.
Hier habe ich einfach die Standard-Einstellung ausprobiert, ohne weitere Veränderungen am Preset vorzunehmen.

Fazit:

Die Open Source Software Luminance HDR überzeugt durch gute Bildqualität und gute Berechnung der Fotos ohne störende Halos, etc. Die beiden berechneten Fotos, sowie die unterschiedlichen und zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten machen das Programm zu einer wirklich interessanten Lösung für den Normalverbraucher, der kein Geld für extra Software ausgeben will.

Die Handhabung des Programms ist nach kurzer Eingewöhnung sehr angenehm und man gewöhnt sich schnell an die Menüs. Ungewöhnlich ist für den Fotografen nur die Angabe der Belichtung beim Öffnen der Belichtungsreihen. Positiv fällt hingegen die Möglichkeit auf, anhand von kleinen Preview-Fotos die unterschiedlichen HDR-Einstellungen zu beurteilen.

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