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Donnerstag

7

Januar 2016

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Fotografieren mit Langzeitbelichtung – Grundlagen

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Fotografieren mit Langzeitbelichtung: Wasserfall

Was ist Langzeitbelichtung?

Langzeitbelichtung ist eine Technik in der Fotografie, bei der eine besonders lange Belichtungszeit eingesetzt wird. Diese Technik hält im Gegensatz zu konventionell belichteten Fotos nicht nur einen einzelnen Moment, sondern einen zeitlichen Ausschnitt fest.

Bewegte Objekte zerfließen dabei in große Bewegungsunschärfen oder verschwinden dabei sogar vollständig (was z.B. in der Architekturfotografie eingesetzt wird, um die Personen im Bild „unsichtbar“ zu machen). Ein typisches Beispiel sind auch die Lichtstreifen bewegter, heller Objekte in Dunkelheit, wie die Scheinwerfer fahrender Autos bei Nacht.

Fotografieren mit Langzeitbelichtung - Sonnenuntergang

© Osi at German Wikipedia – Wikimedia Commons

 

Aber auch verschwommene Menschenmassen, fließende Wolken oder milchig anmutendes Wasser.

Fotografieren mit Langzeitbelichtung - Einkaufspassage

© FloSch at German Wikipedia – Wikimedia Commons

 

Fotografieren mit Langzeitbelichtung - Ufer-Landschaft

© https://pixabay.com/de/felsen-meer-langzeitbelichtung-1061539/

 

Fotografieren mit Langzeitbelichtung: Wasserfall

© Durkadenz at Wikimedia Commons

Wie funktioniert Langzeitbelichtung?

Üblicherweise erhalten wir dann scharfe Bilder, wenn wir Motive für einen kurzen Bruchteil einer Sekunde belichten. Dafür macht die Kamera die Blende auf und lässt das Licht für einen ganz kurzen Moment auf den Bildsensor. Dann schließt die Blende sofort wieder, so dass kein weiteres Licht auf den Sensor trifft. Das Motiv wird quasi eingefroren.

Bei einer Langzeitbelichtung hingegen bleibt die Blende für einen längeren Zeitraum offen. Dabei werden die Bewegungen der Objekte mit in das Bild „gebrannt“. Man kann sich das so vorstellen, als ob man ganz viele Fotos, ganz schnell nacheinander schießen würde und diese dann übereinander addiert. Bewegt sich dabei z.B. ein Lichtpunkt von links nach rechts, erhalten wir eine gleichmäßig helle Linie, quer durch das Bild.

Durch die lange Belichtungszeit (auch Verschlusszeit genannt) fällt natürlich deutlich mehr Licht auf den Sensor als bei kurzen Belichtungszeiten. Daher müssen wir gewisse Maßnahmen ergreifen, um keine völlig überbelichteten Bilder zu erhalten.

Fotografieren mit Langzeitbelichtung - Menschen Bewegungen

© https://pixabay.com/de/ufer-k%C3%BCste-menschen-wandern-918918/

 

Wie macht man Langzeitbelichtung?

Grundsätzliche Tipps für Langzeitbelichtung

Bei Langzeitbelichtung ist ein Stativ oder eine ähnliche stabile Vorrichtung unerlässlich. Die Kamera muss während dem Belichtungsvorgang absolut still stehen. Bereits kleinste Erschütterungen führen zu einem unscharfen Bild.

Da selbst das Drücken des Auslösers das Bild verwackeln lässt, ist der Gebrauch eines Fernauslösers besonders zu empfehlen. Aber auch die Selbstauslösefunktion leistet hier gute Dienste.
Man muss jetzt zwischen 2 Ausgangssituationen unterscheiden: dem Fotografieren bei Tag (bzw. im Hellen) und dem Fotografieren bei Nacht (bzw. in Dunkelheit).

In Teil 2 und Teil 3 beschäftigen wir uns mit der Durchführung der Langzeitbelichtung bei Tag und bei Nacht.

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