Fotografie, Fotodruck, Fotografen & Trends

Montag

14

Januar 2013

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Filter und deren Einsatz in der Fotografie

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Polfilter im Einsatz

Nützliche und wichtige Filter beim Fotografieren

Die Fotografie verlangt einiges von Kamera und Linse, Schmutz, häufiges Reinigen und andere Einflüsse können Kratzer und Schäden an der Linse verursachen. Deshalb sind Schutzfilter von großer Bedeutung, auch deshalb, weil sie nur einen Bruchteil dessen kosten, was eine Kamera kostet. Aber auf die Effektfilter spielen eine nicht unbedeutende Rolle in der Fotografie, da sie den ein oder anderen durchaus positiven Effekt bewirken. Deshalb möchten wir heute einmal darüber schreiben, welche Filter wir bei der Fotografie für sinnvoll und wichtig halten und warum wir dieser Meinung sind.

Es gibt ein Vielzahl an Filtern, aber nicht jeder Filter macht Sinn. Wir haben 4 verschiedene Filter ausgewählt, die wir euch näher vorstellen möchten.

UV-Filter

Zunächst gibt es den UV-Filter. Der einfache UV-Filter dient dem Schutz der Linse vor Schmutz, Sand oder Spritzwasser. Ihn sollte jeder Fotograf in seiner Ausrüstung haben. Dieser UV-Filter hat keinerlei Effekt auf das Bild. Dieser Filter ist zudem einer der vergleichsweise günstigen Filter.

Wer viel auf oder am Wasser fotografiert oder häufig in den Bergen ab 2000 Höhenmetern ist, der sollte jedoch über die Anschaffung eines UV-Filters nachdenken, der den UV-Anteil aus dem Tageslicht filtert. In diesen Höhen oder bei reiner Seeluft kann das ohne entsprechenden UV-Filter zu einem Blaustich oder Unschärfen führen.

Skylightfilter

Der zweite Filter, den wir euch vorstellen möchten, ist der Skylightfilter. Der Skylightfilter dient zur Warmtönung des Bildes. Er wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Himmel bei Sonnenschein in reinem Blau erstrahlt. Das Himmelslicht („Skylight“) hat einen hohen Blauanteil. Das wird durch den Skylightfilter abgemildert und somit „wärmer“. Der Filter ist zudem auch dann sinnvoll, wenn das Motiv, das abgelichtet werden soll, im Schatten liegt  (was den Blaustich des Schattens zurücknimmt) oder wenn dem Fotograf die Sonne im Rücken steht.

Graufilter / Neutraldichtefilter

Der dritte Filter, um den es heute gehen soll, ist der Graufilter, auch Neutraldichtefilter genannt. Dieser Filter reduziert den Lichteinfall und ermöglicht dadurch Langzeitbelichtungen auch bei vollem Tageslicht, das heißt, auch mit einer offenen Blende können Bewegungsunschärfen am Tag erzeugt werden. Neutraldichtefilter können auch miteinander kombiniert werden, wodurch sich der Lichteinfall proportional verringert.

Polfilter

Den letzten Filter, den wir für sinnvoll halten ist der Standard Polfilter. Davon gibt es unterschiedliche Qualitäten. Die etwas teureren Polfilter haben den Vorteil, dass sie sich in der Fassung drehen lassen, so dass nicht die Kamera geschwenkt werden muss, um den richtigen Winkel zur Sonne zu bekommen, sondern direkt am Filter gedreht werden kann.

Nützlich sind Polfilter dann, wenn man beispielsweise gegen Fensterscheiben oder spiegelnde Wasseroberflächen oder jegliche andere reflektierende Oberflächen fotografiert. Der Filter nimmt die Reflexionen aus den spiegelnden Oberflächen, was sehr nützlich sein kann und vor allem ein schönes Endergebnis ergibt.

Tipps zur Pflege und Reinigung der Filter

Ein paar kurze Worte zur sachgemäßen Reinigung von Filtern: Muss der Filter tatsächlich einmal von Schmutz und Staub gereinigt werden, sollte man nie ein trockenes Tuch oder ähnliches verwenden. Staubkörner enthalten häufig kleinste Quarzsandpartikel, die wesentlich härter sind als Glas und kleine Kratzer verursachen können. Auch ein Taschentuch ist zur Reinigung eines Filters gänzlich ungeeignet, da es stark fusselt. Beseitigen Sie zunächst den Staub mit einem feinen Pinsel, um dann den Filter mit einem weichen Tuch mit leichtem Druck abzureiben, nachdem Sie ihn jedoch zuerst angehaucht haben.

Sollten stärkere Verschmutzungen und Flecken auftreten, gibt es im Handel spezielle Reinigungssprays. Wenn ihr nun einen Filter kaufen möchtet, jedoch nicht wisst, welchen Durchmesser euer Objektiv hat, dann hier ein kleiner Tip: Der Durchmesser eines jeden Objektivs steht innen im Originaldeckel.

Unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Qualitäten

Die unserer Meinung nach besten Filter stellt die Firma Schneider Kreuznach her. Sie sind sehr dünn, sogenannte Slimfilter. Das ist deshalb von Vorteil, da man mehrere übereinander schrauben kann, ohne dass es zu Einschränkungen im Sichtfeld kommt. Die Filter von Schneider Kreuznach haben eine hervorragende Qualität. Sie sind farbneutral, absolut transparent und durch die MRC-Hartvergütung extrem reflexarm, das heißt äußerst unempfindlich für Lichtreflexionen. Jedoch kostet Qualität auch ein bisschen mehr. Die Qualität enttäuscht jedoch nicht.

Der zweite Hersteller, der eine günstige Alternative bietet ist die Firma Hama. Leider ist die Glasqualität (Vergütung) nicht so gut wie bei Schneider Kreuznach, was leider oft zu Unschärfen und Verzerrungen an den Bildrändern führen kann.

Deshalb unser Tip: Wer kann, sollte lieber etwas mehr Geld ausgeben, ist aber auf lange Sicht zufriedener und bekommt die besseren Ergebnisse.

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