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Montag

31

Dezember 2012

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Feuerwerk fotografieren

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http://www.flickr.com/photos/mayoi/2725187070/

Was muss ich beachten, wenn ich ein Feuerwerk fotografieren möchte?

Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor und so auch wieder ein buntes und leuchtendes Meer an Feuerwerkskörpern, die zur Explosion in luftige Höhen geschossen werden. Das nehmen wir zum Anlass, Euch heute ein paar Tips zu geben, was man unbedingt beachten sollte, wenn man ein Feuerwerk fotografieren möchte.

Vorüberlegungen zum fotografieren von Feuerwerken:

Standort:

Die Wahl des Standorts von dem aus man das Feuerwerk fotografieren möchte ist von großer Bedeutung. Wichtig ist, dass man sich einen eher einsamen Standort sucht. Damit soll sicher gestellt werden, dass während der Aufnahmen keine Personen durch das Bild laufen. Praktisch ist auch, wenn der Platz etwas erhöht ist, da man so über die Köpfe der anderen hinweg fotografieren kann. Bei der Wahl des Standorts solltet Ihr zudem beachten, dass keine einseitigen Lichtquellen vorhanden sind, wie beispielsweise eine Straßenlaterne, eine Ampel oder ein beleuchtetes Schaufenster, die von der Seite zuviel zusätzliches Licht einstrahlen würden.

Zeitmanagement:

Geht rechtzeitig los, damit Euch ausreichend Zeit bleibt, alles aufzubauen oder auch zur Not noch den Standort zu wechseln, falls das nötig sein sollte.

Ausrüstung:

Da man bei der Fotografie von Feuerwerken ähnlich wie bei der Nachtfotografie mit wenig Licht auskommen muss, ist es unabdingbar, dass Ihr mit einem Stativ arbeitet. Je weniger Vibrationen, desto schärfer und besser die Bilder.
Wer einen hat, sollte einen Fernauslöser mitnehmen. Denn bei den nötigen längeren Belichtungszeiten kann bereits das Drücken des Auslöseknopfs Verwacklungen im Bild bringen.
Bei der Wahl des Objektives wird euch ein Standardzoom (30 – 100 mm) gut ausreichen.

Format:

Fotografiert im RAW-Format, das gibt euch hinterher bei der Nachbearbeitung wesentlich mehr Spielraum

Einstellungen an der Kamera:

Stellt zunächst auf manuelle Belichtung um, was euch ermöglicht, selbst Einfluss auf die Belichtung zu nehmen. Beginnen solltet Ihr bei einem ISO-Wert von 100 mit einer Blende von 8 und einer Belichtungszeit von 1-2 Sekunden. Schaut, was dabei herauskommt und tastet euch einfach weiter an die optimale Belichtung heran. Für 1-2 Explosionen benötigt man unter Umständen auch eine Belichtungszeit von 4-8 Sekunden. Natürlich sind auch Belichtungszeiten von bis zu mehreren Minuten möglich, um auch längere Explosionen einzufangen.
Deckt nach den ersten Testfotos am besten den Sucher ab, um Streulicht zu vermeiden.
Schaltet die Kamera zudem auf manuellen Fokus und dreht ihn auf unendlich, denn bei Dunkelheit tut sich der Autofokus äußerst schwer, scharf zu stellen. Falls Ihr euch auch schwertut scharf zu stellen, fokussiert kurz vor dem Auslösen auf ein Gebäude oder ähnliches in der Umgebung und löst dann aus, wenn ihr die Kamera in den Himmel gerichtet habt.
Die Einstellung der BULB-Funktion ermöglicht es euch außerdem, exakt so lange zu belichten, wie Ihr den Auslöseknopf gedrückt haltet. So könnt ihr die Belichtungszeit genau an das Feuerwerk am Himmel anpassen.

Löst kurz vor der Explosion aus, damit könnt ihr sicher sein, dass Ihr die Explosion auf dem Bild habt.

Seid nicht enttäuscht, wenn ein größerer Teil eurer Bilder nicht gelingen, denn das ist bei der Feuerwerksfotografie normal. Weil bei Feuerwerken nicht abzuschätzen ist, wann was genau am Himmel passiert, sollte euch eine eher geringe Erfolgsquote bei den Fotos, die am Ende wirklich gelungen sind, nicht entmutigen. Bei der Fotografie von Feuerwerken geht es auch darum, auszuprobieren, mit Belichtungszeiten zu spielen und einfach darauf zu achten, was gerade am Himmel passiert. Gibt es viele und helle Explosionen, belichtet kürzer, sind die Abstände zwischen den Explosionen eher länger, musst Du eine längere Belichtungszeit wählen. Feuerwerke haben auch ruhige Phasen oder kleine Pausen, hier kannst du deine Bilder entweder kurz durchschauen und entscheiden, was und ob Du etwas an den Einstellungen verändern musst. Willst du die Aufnahme bei Pausen jedoch nicht beenden, halte einfach einen Karton oder Ähnliches vor die Linse, damit die Belichtung gestoppt wird. Steigen die Raketen wieder in den Himmel, setze die Belichtung fort.

Also, packt eure Tasche und los gehts. Wenn Ihr am Ende 5-10 gute Bilder habt, ist das eine tolle Ausbeute. Und zwar alt, aber wahr: Übung macht den Meister! In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches 2013!

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