Fotografie, Fotodruck, Fotografen & Trends

Dienstag

8

März 2011

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Eigenes Foto-Lichtzelt bauen

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vergleich

Lichtzelte eignen sich besonders für die Produktfotografie. Sie helfen einem eine passende Ausleuchtung von Objekten hinzubekommen. Damit Ihr den Vorteil des Einsatzes eines Foto-Lichtzeltes gleich beurteilen könnt, habe ich für Euch hier ein Vergleichsbild gemacht, damit Ihr den Unterschied zwischen Fotografie mit und ohne Lichtzelt gleich beurteilen könnt.

Die Ausleuchtung des Produktes ist viel besser, man kann so Produkte und Objekte viel leichter freistellen.

Für gute Lichtzelte gibt man in der Regel über 60 Euro aus, wenn man es aber nur manchmal verwenden will und selbst erst mal herausfinden will, ob man ein Lichtzelt wirklich benötigt, habe ich hier für Euch eine Anleitung geschrieben, wie man in wenigen Schritten ein eigenes Lichtzelt bauen kann.

Die verwendeten Materialien:

  • Eine transparente Box in gewünschter Größe
  • Weißer Stoff
  • Teppichmesser zum Zuschneiden der Box
  • 10 Reißnägel zum Befestigen des Stoffs an der Box
  • 1 Stunde Zeit
  • Finanzieller Aufwand: ca. 6 – 10 Euro

1. Schritt: Seitenwände der Box ausschneiden

Nehmt das Teppichmesser und schneidet die Seitenwände der Box aus. Es empfiehlt sich, unten immer noch einen Teil der Box übrig zu lassen, so wie Ihr das auf dem Bild links erkennen könnt. Damit verleiht Ihr dem Lichtzelt anschließend etwas mehr Stabilität.
Die übrigen Seitenwände könnt Ihr aufheben für weitere Projekte wie z.B. selbst gebaute Diffusoren, etc.
Wenn Ihr mit den Seitenwänden fertig seid, dann könnt Ihr auch den Boden der Box ausschneiden. Lasst hier bitte auch wieder einen ca. 1 cm breiten Rand zu den Kanten übrig.

Bei den meisten Plastik-Boxen ist der Kunststoff sehr porös und splittert gelegentlich beim Schneiden ab. Hier bitte unbedingt aufpassen, dass Ihr Euch nicht schneidet. Zur Sicherheit könnt Ihr auch abschließend mit einem feinen Schleifpapier die Kanten abrunden.

2. Schritt: Stoffbahn zuschneiden und am Lichtzelt befestigen

Seid Ihr mit dem Ausschneiden an allen 4 Seitenwänden und dem Boden der Box fertig, nehmt die Stoffbahn und schneidet diese auf die Höhe der Box zu. Nehmt ruhig ein paar Zentimeter mehr, damit Ihr die Stoffbahn dort wo sie mit Reisnägeln befestigt wird, noch ein mal umschlagen könnt. Ein Beispiel für die fertig befestigte Stoffbahn an einer Ecke der Box seht Ihr hier wieder links abgebildet.
Macht dies so an 3 Seiten der Box und lasst eine (möglichst die breitere) Seite der Box frei, durch die Ihr anschließend hindurchfotografieren könnt. Auf die selbe Art und Weise befestigt Ihr auch eine zweite Stoffbahn am „Boden“ der Box. Danach könnt Ihr das selbst gebaute Lichtzelt einfach mit dem Deckel der Box nach oben aufstellen.

3. Schritt: geeignete Leuchtmittel

Sehr gut eignen sich zur Fotografie mit Lichtzelten Tageslichtlampen und Blitzgeräte, allerdings könnt Ihr auch einfache Schreibtischlampen dazu verwenden. Je nach Lichtquelle müssen die Bilder noch etwas bearbeitet werden, um einen richtigen Farbeindruck zu hinterlassen.

Tipps: Nehmt als Untergrund für die Lichtzelt-Fotografie am Besten ein ungestrichenes weißes Papier. Wichtig ist, dass es nicht glänzt (ungestrichen) und möglichst feine Fasern besitzt, die man anschließend in der Makoraufnahme des Produktes nicht sieht. Zum Fotografieren empfiehlt es sich eine geeignete und stabile Unterlage für die Kamera zu verwenden, da man bei der Produktfotografie mit möglichst großer Blende fotografieren sollte, um ausreichend Schärfe in das Motiv zu bringen. Dafür müsst Ihr aber meist längere Belichtungszeiten wählen, die man eher schwer aus der Hand fotografieren kann.

Das Ergebnis: Das Bild wurde mit einem Nikkor 60mm AF 1:2.8 Festbrennweiten Objektiv fotografiert. Nachbearbeitung war dank Weißabgleich und Lichtzelt nicht mehr notwendig.

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