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Donnerstag

7

Juli 2011

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Beauty Retusche mit Photoshop

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Beautyretusche-Photoshop-vorher-nachher

Heute widme ich mich der Beauty Retusche mit Adobe Photoshop. Wir benutzen diesesmal die Frequenztrennung, bei der die groben von den feinen Bildinformationen getrennt werden. Dies erleichtert die anschließenden Korrekturen ungemein. Doch dazu später mehr.

Für das Tutorial habe ich das Bild von katieblench als Grundlage genommen. Ihr könnt natürlich auch das Foto von plousia verwenden, welches ich in den anderen Tutorials der Reihe „Beauty Retusche“ benutzt habe, um eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu haben.

1 Anpassung Tiefen, Kontrast

Zuerst habe ich die Tiefen und den Mittelton-Kontrast angepasst (Bild->Korrekturen->Tiefen/Lichter). Meine Einstellungen seht ihr im ersten Screenshot.

 

 

 

 

 

2 Frequenztrennung

Im zweiten Schritt erfolgt die Frequenztrennung. Hierzu kopieren wir die Hintergrundebene zweimal. Die erste Kopie habe ich high genannt, die Zweite low. Auf die Ebene low habe ich den Helligkeit interpolieren Filter (Median) mit einem Radius von 10px angewandt. Man kann auch den Gaußschen Weichzeichner nehmen. Wichtig ist nur, dass die Hautunreinheiten vollständig ausgeblendet werden. Die Ebene high wird nun über die Bildberechnung verändert. Hier wähle ich als Quellebene low, bei Kanal RGB und bei Blendmodus Subtrahieren. Nun erhalte ich die zusätzlichen Felder Skalierung und Versatz. Für die folgenden Werte ist entscheidend, ob das Ausgangsbild 8bit oder 16bit hat. Für 8bit Fotos beträgt die Skalierung 2 und der Versatz 128. Für 16bit Fotos muss der Blendmodus auf Addieren gestellt werden, die Skalierung auf 2 und der Versatz auf 0. Ich habe die Einstellungen für ein 8bit Foto in eine Photoshop Aktion gepackt, die hier zum  Download bereit steht.

3 Farbkorrekturen

Wollen wir auch Verfärbungen korrigieren, so erstellen wir eine leere Ebene zwischen den Ebenen high und low. Für die Anpassungen nehme ich einen Pinsel mit 100% Weichheit und 20% Deckung. Mit der Pipette greife ich die Farbe nahe an der zu korrigierenden Stelle ab und übermale die entsprechende Stelle vorsichtig. Am besten gelingt dies mit Hilfe eines Tabletts. Möchte man das Ergebnis später noch korrigieren, so kann man die ganze Ebene über die Deckung abschwächen, oder man verwendet den Radiergummi mit einer Deckung von z. B. 10%, um den Effekt lokal abzumildern.

4 Fehlerbeseitigung

Nun blende ich die Ebene high mit den Detailinformationen aus, um auf der weichgezeichneten Ebene low zu arbeiten. Hier kann ich nach Belieben Änderungen vornehmen, ohne Detailverlust zu riskieren. Größere unruhige Flächen umfahre ich grob mit dem Lasso (mit sehr weicher Kante) und wende den Weich­zeich­ner an. An wichtigen Stellen der Physiognomie probiere ich auch den Filter Bewegungsunschärfe im Win­kel der Licht­führung aus.

Bildfehler kann man auf der Ebene high mit dem Werkzeug seiner Wahl korrigieren. Zur Wahl stehen das Bereichsreparatur-Pinsel-Werkzeug, das Reparatur-Pinsel-Werkzeug, das Ausbessern-Werkzeug und das Kopierstempel-Werkzeug. Wegen der Frequenztrennung muss man nun nicht mehr auf die Farben achten, die zum Großteil in der Tiefpassebene gespeichert sind und kann sich ganz auf die zu korrigierenden Stellen konzentrieren. Ich arbeite hier deshalb meist mit dem Kopierstempel. Besonders wichtig für die Verwendung dieses Werkzeugs ist, den Auf­nah­me­be­reich auf die aktu­elle Ebene zu beschränken. Wenn ich damit fertig bin, erstelle ich über das Tastaturkürzel <STRG>-<ALT>-<SHIFT>-E eine neue reduzierte Ebene, die alle bisherigen Bearbeitungsschritte beinhaltet.

5  Augenretusche

Als nächstes widme ich mich den Augen. Mit der Einstellungsebene Farbbalance hebe ich das Blau der Iris an. Ich dunkle die Pupille und den Rand der Iris mit dem Nachbelichter-Werkzeug etwas ab. Ich setze die Ebenenmaske auf schwarz und male mit einem weißen Pinsel die Iris der Augen nach, so dass der Effekt nur auf die Iris angewendet wird.

 

 

Eine weitere Einstellungsebene Curves hebt das Augenweiß leicht an. Hier muss man sehr subtil vorgehen, sonst bekommt euer Modell einen „radioaktiven“ Look. Auf einer neuen Ebene habe ich mit einem weißen Pinsel ein Catchlight auf die Iris gemalt, welches der Reflexion einer Softbox nahekommt.

 

 

6 Dodge and burn

Zuletzt habe ich eine neue Ebene  ganz oben erstellt und sie mit 50% Grau gefüllt. Stellt man nun die Füllmethode auf weiches Licht, hat sich erst einmal nichts verändert. Nun kann ich mit dem Pinsel weiß oder schwarz nach Belieben aufmalen um die betreffenden Stellen entweder abzuwedeln oder nachzubelichten. Die Stärke des Effektes kann ich anschließend global über die Deckkraft der Ebene steuern. Zusätzlich wende ich den Gaußschen Weichzeichner auf die Ebene an, um die Übergänge fließender zu machen.

7 Ergebnis

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