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Montag

13

Juni 2011

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Beauty Retusche mit Lightroom

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Beauty Retusche - 5 Vorher-Nachher

Der erste Teil der Serie Beauty Retusche hat sich mit dem Hochpass-Filter unter Photoshop beschäftigt. Diesesmal will ich auf die Beauty Retusche mit Adobe Lightroom, speziell für Fotografen, eingehen. Hier geht es darum, in möglichst kurzer Zeit ein optimales Ergebnis zu erreichen. Eine aufwändige Retusche, die eine Stunde und länger dauert, wird in der Regel vom Auftraggeber nicht gezahlt. Der Kunde erwartet die Retusche als Bestandteil eines Shootings.

Als Ausgangsbild nehme ich wieder „Miss Mollie“ von Plousia.

 

Luminanzkorrektur

Zuerst gehe ich in das Farbmenü HSL auf den Reiter Luminanz. Dort steigere ich die Luminanz der Farben Rot und Orange, um die Hautunreinheiten abzuschwächen (Rot: +30; Orange: +18). Anschließend senke ich noch die Sättigung von Rot um -3.

 

 

Bereichsreparatur

Die großen Unreinheiten entferne ich nun mit dem Werkzeug Bereichsreparatur. Wir nehmen nun den Korrekturpinsel mit dem Effekt Haut weichzeichnen, passen die Pinselgröße entsprechend an und stellen die Dichte auf 75%. Nun verkleinern wir mit dem Pinsel die Poren und schwächen Falten und kleinere Unreinheiten ab. Man muss unbedingt darauf achten, nicht die Konturen des Gesichts zu überpinseln, da der Effekt sonst deutlich sichtbar wird. Um dies zu erleichtern, kann man die Option Überlagerung für ausgewählte Maske aktivieren, die sich unter dem Bild befindet. Nun zeigt Lightroom, ähnlich dem Quickmask-Modus in Photoshop, die maskierten Bereiche mit roter Farbe an.

 

Lippen

Das Ergebnis sieht nun schon vielversprechend aus. Mit der globalen Anhebung der Luminanz von Rot und Orange haben wir aber nicht nur die Unreinheiten abgeschwächt, sondern auch die Farbigkeit der Lippen. Diese können wir uns aber mit dem Korrekturpinsel wieder zurückholen. Hierzu stellen wir den Effekt auf Farbe und klicken in das Farbfeld. Mit gedrückter linker Maustaste holen wir uns nun den aktuellen Farbton von den Lippen und wählen dann ein etwas kräftigeres Rot aus der direkten Umgebung des gemessenen Wertes. Nun können wir bei einer Dichte von 50% die Lippen anmalen. Wenn wir anschließend mit dem Mauszeiger über den Effektmarker im Bild gehen, bekommen wir einen Doppelpfeil. Durch ziehen nach Links können wir den Effekt nun abschwächen, nach Rechts wieder verstärken. Einfach mit verschiedenen Farben und Sättigungen experimentieren, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Augen

Zum Schluß widmen wir uns noch dem wichtigsten Punkt bei Portraitaufnahmen: den Augen. Diese bringen wir nun mit dem Korrekturpinsel zum Leuchten. Ich nehme den Effekt Irisoptimierung (Belichtung 0,7, Sättigung 70, Klarheit 66) mit der Dichte bei 75% und stelle die Größe so ein, dass ich in der Iris malen kann, ohne die Pupille zu berühren. Jetzt kann ich noch mit dem Effekt Nachbelichten die Pupille abdunkeln und mit dem Effekt Aufhellen die Spiegelungen im Auge etwas mehr herausheben. Generell ist darauf zu achten, die ganzen Effekte nicht zu übertreiben, da sonst schnell ein unwirklicher Ausdruck entsteht.

 

Fazit

Die ganze Bearbeitung hat weniger als 15 Minuten in Anspruch genommen. Mit Lightroom gelingt es sehr schnell zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Wenn man sich die benötigten Korrekturen und Pinsel in den entsprechenden Einstellungen als Vorgaben ablegt, kann man den ganzen Vorgang noch deutlich beschleunigen.

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